FAQ für Studieninteressierte

Dieses FAQ ist aus der Sicht der Studierenden geschrieben. Für detailliertere Informationen sei auf die Seiten der TU Dresden und den Fakultäten verwiesen.

Hier geht es zum FAQ für Studierende.

Welche Fähigkeiten sollte man für ein Studium mitbringen?

Ein Studium ist ganz anders als das Lernen in der Schule. Es ist ein hohes Maß an Selbstorganisation, Willenskraft und Ausdauer nötig, um ein Studium erfolgreich abzuschließen. Im Studium wird man zu relativ Wenig wirklich verpflichtet, aber: “Von nichts, kommt nichts.”Für junge Menschen ist dies häufig eine größere Herausforderung.
Auch muss man Interesse für die Themen des Studiengangs und die Probleme bzw. Aufgabenstellungen der jeweiligen Disziplin mitbringen, um bereitwillig die Aufgaben im Studium zu lösen.

Wie laufen die Übungen ab?

Zu den meisten Vorlesungen werden Übungen angeboten um den Stoff an konkreten Aufgaben zu üben. Die Aufgaben werden (meist) im Internet bereitgestellt.
Es wird dringenst empfohlen diese Aufgaben im Vorfeld der Übung wie Hausaufgaben alleine oder besser in einer Lerngruppe ohne Anleitung zu rechnen. So lernt man am besten. Es empfielt sich für das Lösen der Aufgaben in der Woche feste Zeiten festzulegen. In der Übung werden die Lösungen dann verglichen und besprochen. Oft rechnet der_die Übungsleiter_in die Aufgaben an der Tafel vor.
In den ersten Semestern werden die Übungen in Klassengröße durchgeführt. Ab dem dritten Semester gibt es zunehmend Hörsaal-Übungen in Vorlesungs-Größe. Im Hauptstudium wird die Größe nach und nach wieder kleiner, da auch die dazugehörigen Vorlesungen kleiner werden.

Warum Diplom?

Die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik ist von nach der Bologna-Reform modularisierten Diplom-Studiengängen überzeugt. Im Vergleich zum Bachelor-Master-System hat man ein auf 5 Jahre angelegtes, abgestimmtes Studium vor sich.
Ein Nachteil kann allerdings sein, dass man ja nach persönlicher Situation nicht schon nach 3 Jahren mit einen geringerwertigen Abschluss beenden kann. Im Hauptstudium kann man sich in verschiedene Studienrichtungen vertiefen und auch innerhalb der Studienrichtungen spezialisieren.
Der Diplom-Abschluss (Dipl.-Ing.) ist weiterhin in der Industrie hoch anerkannt. Zu seinem Diplom-Zeugnis bekommt man auch ein Zeugnis, welches die Äquivalenz zum Master-Abschluss beurkundet.

Wie arbeitet ein Ingenieur bzw. eine Ingenieurin allgemein?

Im Zentrum aller Ingenieurswissenschaften steht das (technische) System. Ausgehend von einem Problem oder einem Anforderungskatalog, muss der Ingenieur bzw. die Ingenieurin unter zu Hilfenahme seines bzw. ihres umfangreichen Fachwissens nach dem Stand der Technik und unter Einhaltung von gesetzlichen Normen und technischen Standards ein System konstruieren, um das Problem zu lösen bzw. die Anforderungen zu erfüllen. Grob lassen sich alle Systeme in einen Eingangsteil, Verarbeitungsteil, Ausgabeteil und oft ihren Zustand gliedern. Alle komplexen Systeme sind aus immer kleiner werdenen Subsystemen aufgebaut, deren Eingangs- und Ausgangsteil “zueinander passen” müssen (Schnittstellen).

Manchmal wird zunächst vergleichsweise schnell ein Prototyp entwickelt, welcher zunächst getestet und dann immer weiter verbessert und getestet wird. Ein System kann vieles sein: Eine Schaltung/ein Chip, ein Roboterarm, eine Software, eine Maschine, ein Gerät, eine Antenne, ein Sensor, ein Rechnernetz, ein Kommunikationskanal, …

Die wichtigsten Aspekte bei der Konstruktion eines Systems sind (natürlich) das korrekte Lösen des Problems, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Qualität, Ressourcen- und Energieverbrauch, Schnelligkeit, Fertigbarkeit, Interoperabilität, Anwenderfreundlichkeit und zunehmend Adaptivität, der Grad der Automatisierung (bis hin zu autonomen Systemen) und Vernetzung mit anderen Systemen (bspw. zur Überwachung und Steuerung).

Wo arbeitet ein Ingenieur bzw. eine Ingenieurin?

Am ehesten findet man einen Ingenieur bzw. eine Ingenierin in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen. Erstere entwickeln neue Technologien, die letztere wiederum zusätzlich in den Produkten und Dienstleistungen für die Kunden bzw. Kundinnen des Unternehmens einsetzen können.

Ein Ingenieur bzw. eine Ingenieurin kann aber auch mit dem Einkauf technischer Komponenten von Zulieferern betraut werden, wobei er bzw. sie besonders auf die Interoperabilität, Verarbeitbarkeit der eingekauften Teile achtet, damit das daraus gebaute Gesamtsystem funktioniert. Oder man ist im Verkauf tätig oder für Unterstützung der Kunden zuständig. In diesen Bereichen ist eine gewisse Betriebswirtschaftliche Expertise von Vorteil – zusätzlich zum technischen Fachwissen. Auch sie leisten einem wichtigen Beitrag dazu, dass die Systeme funktionieren und einsatzbereit sind.

Man kann sein Brot auch als Qualitätssicherungs- bzw. Testingenieur bzw. Ingenieurin verdienen, genauso wie in der Fertigung. Das Hauptaugenmerk liegt dabei in der Überwachung der Produktion und der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Nach dem eigenen Studienabschluss ist es auch möglich als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw Mitarbeiterin an (dergleichen oder einer anderen) Uni zu verbleiben und im akademischen Umfeld zu forschen und den Lehrbetrieb zu unterstützen. Wer möchte kann innerhalb von ca. 4 Jahren promovieren und den Doktorgrad (Dr.-Ing.) erwerben. Auch an Forschungsinstituten im In- und Ausland (z.B. Fraunhofer-Gesellschaft) ist eine wissenschaftliche Karriere möglich.

Gibt es auch einen Bachelor?

Zur Zeit (Stand 2020) nicht.

Wie ist das Diplom-Studium aufgebaut?

Die ersten 4 Semester bestehen aus dem Grundstudium mit festgelegten Lehrveranstaltungen. Es lehrt die wichtigsten Inhalte und gibt einen inhaltlichen Vorgeschmack auf alle Vertiefungsrichtungen des Studiengangs.

Das Hauptstudium für die weiteren 6 Semester besteht aus einem Pflichtteil und dem Teil der selbst gewählten Studienrichtung. Bei Elektrotechnik, Mechatronik und Regenerative Energiesysteme ist eine Studienrichtung zu wählen. Bei Informationssystemtechnik ist je eine Studienrichtung aus der Informatik und aus der Elektrotechnik/Informationstechnik zu wählen. Innerhalb der Studienrichtung gibt es ebenfalls oft einen Pflichtteil und einen Wahlteil. Sie können auch in einen Basis- und Vertiefungsteil geteilt sein.

Als Äquivalent zur Bachelor-Arbeit ist eine Studienarbeit anzufertigen. Je ein Semester ist für das mehrmonatige Fachpraktikum und die Diplomarbeit mit Verteidigung reserviert.

Zu dem muss jeder zwei (Fach-)Sprachkurse (meist Englisch) belegen. In den AQUA-Modulen (“Allgemeine Qualifikationen”) soll sich jede_r Studierende außerfachlich bzw. interdisziplinär und/oder methodisch bilden.

Welche Themen darf ich mir für AQUA aussuchen?

Für AQUA (Allgemeine Qualifikationen, auch “studium generale” genannt) kann man sich sehr vieles anerkennen lassen. Dies können z.B. Kurse in Urheber- und Patentrecht, zu gesellschaftlichen Problemen, Politik, Kunst, Literatur, über Interplanetare Raumfahrtmissionen, das Kernreaktorpraktikum, Geschichte, Religion, zu Unternehmensführung, Lebensmitteltechnologie, zusätzliche Sprachkurse, Umwelt und Nachhaltiges Leben sein.

Allgemein ist es möglich sich jede andere Lehrveranstaltung einer anderen Fakultät solange sie genügend von den den Inhalten des eigenen Studienganges entfernt ist anerkennen zu lassen.

Informationen der Fakultät zu AQUA
Institut für studium generale

Welche Voraussetzung benötige ich um mich (in einen Diplom-Studiengang) zu immatrikulieren?

Man benötigt die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder einen vergleichbaren (ausländischen) Abschluss. Auch eine abgeschlossene Ausbildung mit dreijähriger Berufserfahrung und eine Meister-Abschluss kann zum Studium berechtigen. In diesen und vergleichbaren Fällen ist ein Beratungsgespräch nötig. Eine Fachhochschulreife (Fachabitur) (allein) berechtigt nicht zum Studium an der TU Dresden.

Seite der Uni zu den Studienvoraussetzungen

Es ist keine Vorratssetzung bestimmte Leistungskurse oder Grundkurse in der Oberstufe belegt zu haben.

Die grundständigen Studiengänge der Fakultät Elektrotechnik und Informationssystemtechnik haben keinen NC (numerus clausus). D.h. sofern man die Voraussetzungen erfüllt und sich beworben hat, wird man ohne ein Verfahren immatrikuliert.

Ferner besteht die gesetzliche Krankenversicherungs-Pflicht. Zudem muss der erste Semesterbeitrag an die Uni überwiesen werden.

Gibt es einen Stundenplan?

Für das 1. bis 4. Semester werden Stundenpläne von der Fakultät erstellt. Obwohl sie nicht bindend sind, wird es empfohlen sich an diese zu halten, um eine Überfüllung einzelner Übungstermine sowie Überschneidungen zu vermeiden. Mit fortgeschrittenem Semester muss man sich seinen Stundenplan selbst erstellen. Die Vorlesungen und Übungen werden immer an einem festen Termin in der Woche oder manchmal im 2-Wochen-Rythmus angeboten.

Stundenpläne der Fakultät

Wie schwer wird Mathe?

Zur Untersuchung der Probleme und der Lösung der Aufgabenstellungen in den Ingenieurswissenschaften, ist es nötig in der höheren Mathematik fit zu sein. Der Autor möchte diese in drei Teile gliedern:

  • “kontinuierliche Mathematik”
    • Analysis, Differentialgleichungen
    • für das Verhalten von Bauelementen und elektrische Signale nötig
  • “diskrete Mathematik”
    • algebraische Strukturen, Zahlentheorie
    • wird immer benötigt wenn Hard- und Software im Spiel ist
  • Statistik und Stochastik
    • für nicht-deterministische Systeme und Verhalten, Rechnen mit Unsicherheiten, Auswertung von Messdaten

Für viele Übungen und spätere Aufgabenstellungen in den Ingenieurswissenschaften muss man – einfach gesprochen – (viel) rechnen. Für die Simulation von Systemen sind Kenntnisse der Numerischen Mathematik von Vorteil.

Das Grundstudium besteht zu einem nicht zu vernachlässigendem Teil aus der Matheausbildung und der Lehre der Systemtheorie. Es muss daher die Bereitschaft vorhanden zu sein, sich diese Grundlagen anzueignen, anzuwenden und sich dafür Zeit zu nehmen.

Denjenigen, die einen Mathe-Leistungskurs belegt hatten, wird die Matheausbildung zu aller Anfang als Wiederholung vorkommen. Doch es kommen schnell neue Inhalte.

Im Grundstudium sind nur einfache, d.h. nicht grafikfähige und nicht programmierbare Taschenrechner, zugelassen. Später dürfen auch andere Taschenrechner benutzt werden. Auch der Computer wird bei späteren Aufgaben herangezogen.

Wie wichtig ist Informatik in der Elektrotechnik, Informationstechnik und dem Maschinenwesen?

Durch die allgegenwärtige Digitalisierung und die Notwendigkeit adaptiver Lösungen für Probleme der Ingenieurswissenschaften, werden Kenntnisse und Fähigkeiten der Informatik immer wichtiger im Studium und späteren Arbeitsleben.

Folgende Tätigkeiten mit Informatikbezug können u.A. in den Ingenieurswissenschaften und allen Teil-Disziplinen der Elektrotechnik und Informationstechnik vorkommen:

  • Programmierung eines Mikrocontrollers als Teil einer Schaltung oder eines (kleinen) Computers zur Regelung und Steuerung einer Anlage
  • Schreiben eines Skriptes für eine Versuchsapparatur, um automatisch und in gleicher Weise Versuche durchzuführen bzw. Messwerte aufzunehmen oder ein entwickeltes Gerät bzw. Schaltung zu testen
  • Modellierung, Simulation und Verifikation eines Gerätes bzw. eines Problems oder seiner Lösung mit (hoch)spezieller Computer-Software, ggf. Entwicklung derselben
  • Entwickeln eines digitalen Schaltkreises oder einer FPGA-Konfiguration für bestimmte Geräte/Systeme in einer Hardwarebeschreibungssprache

Daher ist es für jeden Ingenieur unerlässlich sich in grundlegender Algorithmik, Objektorientierung und dem grundlegenden Aufbau und Verhalten von Hardware auszukennen, sowie mindestens eine Programmiersprache zu beherrschen. Um es wieder konkret zu machen: Wichtige Programmiersprachen in der Elektrotechnik und Informationstechnik sind C, Python und manchmal Java.

Mit der Informatik-Lehrveranstaltung und dem Informatik-Praktikum (für Elektrotechnik, Mechatronik und Regenerative Energiesysteme) werden diese Grundlagen gelegt.

Wie praktisch ist das Studium?

Viele Lehrveranstaltungen beinhalten neben den Vorlesungen und, zusätzlich zur oder anstatt einer Übung, Praktika. Im ersten Semester gibt es für jeden Studiengang ein Einführungspraktikum. Neben den Praktika kommen auch in der Studienarbeit, dem Ober- bzw. Hauptseminar und natürlich dem mehrmonatigen Fachpraktikum und der Diplomarbeit große, praktische Anteile vor.

Wie laufen Praktika ab?

Praktika müssen immer im Vorfeld vorbereitet werden. Manchmal gibt es vor der Durchführung der Versuche einen Einführungstest oder ein Kolloquium. Die Versuchsanordnungen sind teils selbst aufzubauen und an Ihnen Messwerte aufzunehmen. Abschließend ist meist ein Protokoll anzufertigen, welches neben der Durchführung auch eine Auswertung und ggf. Fehlerbetrachtung enthält.

Wann sollte ich das Grundpraktikum machen?

Für die Studiengänge Elektrotechnik, Mechatronik und Regenerative Energiesysteme muss ein Grundpraktikum im Umfang von 6 Wochen absolviert werden. Es empfiehlt sich dieses vor Aufnahme des Studiums zu absolvieren. Alternativ muss man es in den (Sommer-)Semesterferien innerhalb der ersten sechs Semester machen. Auch kann man sich meist eine vorherige Ausbildung oder ggf. ein Praktikum aus der Schulzeit anerkennen lassen. Eine Aufteilung des Praktikums in mehrere Teile ist auch möglich.

Welche Bedeutung hat die Regelstudienzeit?

Die Regelstudienzeit ist ein Planungsrahmen zur Gestaltung von Studiengängen. Jeder Studiengang muss unter Annahme von Idealbedingungen innerhalb seiner Regelstudienzeit abschließbar sein.
Sofern nicht geeignete Gründe geltend gemacht werden können, verliert man leider den Anspruch auf BAföG mit Überschreiten der Regelstudienzeit.

Viele Studierende überschreiten die Regelstudienzeit um 1 bis 3 Semester, da sie neben dem Studium noch andere Verpflichtungen, wie die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder der Arbeit zur Finanzierung des Lebensunterhaltes nachkommen müssen. Auch passiert es den allermeisten Studierenden, dass sie mal durch eine (oder mehrere) Prüfungen durchfallen und sie in einem späteren Semester wiederholen müssen, wodurch weniger Zeit für weitere Lehrveranstaltungen zur Verfügung stehen kann und sich vieles nach hinten verschiebt.

Sind Studiengebühren zu entrichten?

Für das Erst-Studium sind keine Studiengebühren zu entrichten. Das Studium wird vom Land und teils vom Bund finanziert.
Allerdings ist der Semesterbeitrag zu entrichten.

Seite der Uni zu Studiengebühren

Was ist der Semesterbeitrag?

Mit dem Semesterbeitrag wird Folgendes finanziert:

Die Überweisung des Semesterbeitrages ist Voraussetzung für die weitere Immatrikulation im nächsten Semester (Rückmeldung).

Seite der TU Dresden zur Rückmeldung und zum Semesterbeitrag

Wann wird das Wintersemester 2020/21 starten?

Wegen der Corona-Pandemie wurde der Beginn der Lehrveranstaltungen auf dem 26.10.2020 verschoben.

Studienjahresablaufplan der Uni

An was wird an der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik geforscht? bzw. Wie interdisziplinär ist die Elektrotechnik und Informationstechnik?

Seite der Fakultät zu ihrer Forschung

Es gibt 6 sehr allgemeine Forschungsprofile an der Fakultät, in welche die Professuren informell eingeteilt sind. Die Fakultät Elektrotechnik hat im Bereich der Ingenieurswissenschaften enge Verbindungen zur Informatik und zum Maschinenwesen:

  • Automatisierungs- Mess- und Regelungstechnik
    • Maschinenwesen: Antriebstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Verfahrenstechnik
    • Verkehrswissenschaften: Fahrzeugtechnik
    • Psychologie: Arbeitswissenschaft, Ergonomie
    • Physik: Optik, Strömungsmechanik, Ultraschalltechnik
    • Mathematik: Differentialgleichungen
    • Informatik: Angewandte Informatik, Modellierung in Software
  • Elektroenergietechnik
    • Maschinenwesen: Energietechnik, Antreibstechnik, Werkstoffwissenschaften, Technische Thermodynamik, Verfahrenstechnik
    • Wirtschaft: Energiewirtschaft
    • Mathematik: vektorielle Analysis, Statistik
  • Geräte-, Mikro- und Medizintechnik
    • Maschinenwesen: Kraft–, Arbeits-, Werkzeugmaschinen, Technische Mechanik, Fertigungstechnik, Konstruktionstechnik, Technisches Design
    • Medizin: Medizinische (Mess-)Geräte, Implantate, Physiologie, Radiologie
    • Informatik: Bildverarbeitung
    • Mathematik: Graphentheorie, Optimierung, Statistik/Stochastik, Nichtlineare Differentialgleichungen, Chaosforschung
    • Physik: Halbleiterphysik
  • Informationselektronik
    • Mathematik: Differentialgleichungen, Graphentheorie
    • Physik: Halbleiterphysik
    • Medizin: Neurologie
    • Informatik: Maschinelles Lernen
  • Kommunikationstechnik
    • Informatik: Maschinelles Lernen, Cloud-Computing, Computer-Linguistik, Datensicherheit, technische Informatik
    • Mathematik: Kodierungstheorie, Optimierung, Graphentheorie, Informationstheorie, Stochastik
    • Physik: Akustik
    • Psychologie: Wahrnehmung
    • Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften: Linguistik
  • Mikro-, Opto- und Nanoelektronik
    • Informatik: technische Informatik, Datenspeicherung
    • Maschinenwesen: Werkstoffwissenschaften
    • Physik: Halbleiterphysik, Optik, Ultraschalltechnik, Strömungsmechanik
    • Chemie: Analytik, Organische Chemie, Kristallographie

Für Elektrotechnik:

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Was zeigt, dass Elektrotechnik zu mir passt?

Ein gutes Zeichen ist in jedem Fall, wenn man schon mal vorher etwas gebastelt/gelötet hat – auch wenn es nur ein Bausatz war. Das soll aber nicht das einzige sein was für Elektrotechnik spricht. Die Elektrotechnik stellt häufig die Verbindung zwischen der Umwelt und der Software dar, mit der ein System betrieben wird. Gerade wegen ersterem ist ein gewisse Neigung zum physikalischen Verstehen von Vorteil.

Für Mechatronik:

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Was zeigt, dass Mechatronik zu mir passt?

Die Mechatronik wird gerne als der vielseitigste Studiengang von allen an der Fakultät bezeichnet. Neben einem großen Teil des Maschinenwesens und der Elektrotechnik ist auch ein informatischer Teil im Studium enthalten. Vielleicht wird jemand den Studiengang mögen, wer schon immer Interesse an Fahrzeugen aller Art gezeigt hat.

Für Informationssystemtechnik:

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Was zeigt, dass Informationssystemtechnik zu mir passt?

Meist programmiert man in seiner Freizeit oder entwickelt zum Haupt-/Nebenerwerb Software. Auch wer als Hobby etwas “bastelt” und eigene Schaltungen bzw. Bausätze gelötet hat oder Mikrocontroller programmiert hat, wird Gefallen an diesem Studiengang finden. Man könnte Informationssystemtechnik auch als den “Digitalisierungs-Studiengang” bezeichnen. Wer Lust hat die “digitale Transformation selbst [zu] gestalten” – mit schnelleren, effizienten und zuverlässigeren Schaltkreisen samt ihrer Programmierung, schnellerer, zuverlässigerer und effizienterer Kommunikationstechnik, intelligenteren und autonomen Produktionstechnologien sowie Robotik für die digitale Fabrik, der Vernetzung aller Geräte – oder z.B. das autonome Fahren voran bringen möchte, wird diesen Studiengang mögen.

Wichtig ist, dass Informationssystemtechnik kein reiner Informatik-Studiengang ist. Zur anderen Hälfte besteht er aus dem (ebenfalls sehr weitläufigen) Teil der Elektrotechnik. Man muss daher die Bereitschaft haben, sich auch mit der Wirkungsweise analoger (Wechselstrom-)Schaltkreise und ihrer Bauelemente und anderen mit Kenntnissen und Methoden der Physik zu untersuchenden elektrischen und magnetischen Effekten auseinander zu setzen. Von allen Informationssystemtechnikern und -technikerinnen werden vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten vom Transistor, über den Prozessor und die Programmiersprache bis zur Softwarekonzeption, sowie des “Ineinandergreifenes” aller beteiligten Technologien erwartet. Auch muss er bzw. sie abschätzen können, wie fehleranfällig die einzusetzenden Übertragungstechnologien sind und was ein (natürlicher oder mutwilliger) Informationsverlust oder eine Verfälschung bedeuten kann.

Welche Programmiersprachen benötigt man?

(Stand 2020) Für die Lehrveranstaltung Algorithmen und Datenstrukturen wird im 1. Semester etwas C benötigt. Nach dem 1 Semester findet in den Semesterferien das RoboLab (Einführungspraktikum mit Lego-Robotern)statt. Dafür wird Python und Kenntnisse für das Versionsverwaltungssystem Git benötigt. Es wird empfohlen sich vorher damit zu beschäftigen. Für Programmierung im 2. Semester wird die funktionalle Programmiersprache Haskell gelehrt. Für die Softwaretechnologie-Lehrveranstaltung (2. Semester) und das Softwaretechnologie-Praktikum (3. Semester) wird Java benötigt. Allgemein scheint an der Fakultät Informatik Java am verbreitesten zu sein. Die Dozierenden können die genutzten Programmiersprachen und Tools aber meist frei wählen. Auch kann diese Aufzählung nicht vollständig sein. Leider muss man sich die konkreten Programmiersprachen und Tools nach Erfahrung des Autors meist im Selbststudium beibringen. Im Internet gibt es aber viele Tutorials und Dokumentation (z.B. die englischen Wikibooks).

Für Regenerative Energiesysteme:

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Was zeigt, dass Regenerative Energiesysteme zu mir passt?

Interesse an erneuerbaren Energien und somit an der technischen Auslegung bzw. Entwicklung nachhaltiger Strom- und Wäremeerzeugungsanlagen. Der Wunsch einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels zu leisten, indem man etwas zur Energiewende beiträgt. Außerdem zum Beispiel Interesse an intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) und effizienten Energiespeichern und -wandlern oder anderen Technologien für eine künftige möglichst fossil-freie Energieversorgung.

Es können nach eigenem Interesse verschiedene Technologien der erneuerbaren Energien bzw. der Energietechnik vertieft werden. Darunter zum Beispiel: Photovoltaik, Solarthermie, Brennstoffzellen, Windkraft, Wärmepumpen, Wasserkraft, Speichertechnologien, Hochspannungstechnik, (intelligente) Netze, Heizungstechnik, Klimatechnik, Leistungselektronik, Regelungstechnik, Kraftwerkstechnik, Energiemaschinen.

Weiteres

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